Designpotentialanalyse für den Senat Berlin 2010
Design als Wirkungsgefüge
Im April 2010 hat der Berliner Senat für Wirtschaft, Technologie und Frauen die Deutsche Gesellschaft für Designtheorie und –forschung (DGTF), Multipl:cities-Berlin sowie Birgit S. Bauer von Designkritik.dk beauftragt, eine Potenzialanalyse der Berliner Designbranche zu erarbeiten. Mit dieser qualitativen Stärken-Schwächen Analyse, erstellt im Rahmen des EU-Projektes “Creative Metropoles”/Projekt Zukunft und im Zeitraum April-Juli 2010, soll die Argumentationsgrundlage für eine kohärente Designstrategie geschaffen werden.
Die DGTF als unabhängiger Verein, der die Diskussion und den Austausch zu designrelevanten Themen vor allem an den Schnittstellen zu Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft fördert, hat hierfür ein 4-köpfiges interdisziplinäres Team – die AG Designstudie – zusammengestellt, das maßgebliche Kompetenzen vereint. Zu dem Team gehört zum einen Bianca Herlo (DGTF), Birgit Bauer (designkritik.dk) und Inga Wellmann sowie Dr. Bastian Lange (Multipl:cities – Berlin).
Die Verfasser/-innen haben die Studie selbst als Design-Projekt operationalisiert und wählten dafür einen mehrstufigen qualitativen Forschungsansatz. Wesentlicher Ansatzpunkt dabei war, gemeinsam mit Akteuren aus der Designbranche eine Standortbestimmung vorzunehmen und dabei mit unterschiedlichsten Marktteilnehmern in Dialog zu treten, um somit eine Plattform zu schaffen, bei der eingeladene Marktteilnehmer ihre Einschätzungen und Erkenntnisse sowie eigenen Erfahrungen als Designer und Designerinnen direkt einfließen lassen konnten. Die unterschiedlichen Perspektiven und Interessen der Beteiligten ermöglichten eine differenzierte und zugleich auf vielschichtigen Erkenntnissen basierende Einschätzung.
Zentrales Ziel der Studie war es, Stärken und Schwächen zur Situation der folgenden Wirkungsfelder innerhalb der Designbranche zu gewinnen:
Hierfür wählte führte die AG Designstudie qualitative Experten-Interviews, initiierte einen Co-Design-Workshop, erstellte eine kritische Stärken-Schwächen-Analyse und untersuchte internationale Best-Practice-Beispiele. Die Ergebnisse und die daraus abgeleiteten Ansätze für mögliche Handlungen richten sich sowohl an die Fachpolitik, als auch an die Marktteilnehmern sowie die Designszene selbst sowie ihre Interessensvertretungen.

