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Togo liegt in Afrika. Neues zum Coffee To Go

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Kaffee unterwegs, also laufend zu schlürfen würde den Herrschaften, die das Getränk im 17. Jahrhundert in einem der ersten europäischen Kaffeehäuser in Bremen zu sich nahmen, sicher die Schamesröte ins Gesicht treiben. Aber auch damals wäre eine mobile Versorgung mit dem Wachmacher sicher bald zum Hit geworden, man denke nur an die militärischen Vorteile. Sicherheit vermittelt das morgendliche Festhalten am Becher auch heute irgendwie – gelegentliches Nuckeln inbegriffen.

Die Umweltproblematik die sich durch die Wegwerfbecher entwickelt hat, ist immens. Nach den Pionieren des mobilen Kaffees, Starbucks & Co. gibts mittlerweile an jedem Kiosk die Becher mit dem Plastikdeckel. Bei einem durchschnittlichen Kaffeekonsum von 140l pro Kopf trinken die Deutschen immer mehr Kaffeeportionen unterwegs. Jemand hat einmal ausgerechnet, dass somit, hochgerechnet auf 82 Mio Deutsche, die schwindel erregende Anzahl von 6.560.000.000 Bechern samt Deckeln pro Jahr gebraucht und weggeworfen werden. Angesichts dieser Zahlen kann man sich vorstellen, wie akut das Problem mit dem Kaffeebecher ist. Jetzt hat sich Designer Peter Herman eine Verpackung ausgedacht, die zumindest die Deckel überflüssig machen würde.

Herman ist Architekt in Cambridge, Massachusetts und verbrachte zwei Jahre seiner Freizeit damit fast hundert Prototypen zu bauen.  Das neue  Klapp-Design nennt er Compleat. Die Konstruktion ist denkbar einfach: Der Korpus und die zwei integrierten Klappen sind aus einem einzigen Stück Papier zugeschnitten und dann um eine kreisförmige Basis verklebt. Wie ähnliche Packmittel auf dem Markt ist das Papier wasserdicht, jedoch möglichst durch Zellulose-basierten Kunststoff, der kompostierbar ist. Herman dachte auch an das Marketing Potential der Verpackung: “Der durchschnittliche Kunde hat seinen Pappbecherfür 16 Minuten in der Hand , die zusätzlichen Flächen geben den Einzelhändlern  erheblich mehr Möglichkeiten, ihre Kunden auf sinnvolle Weise zu erreichen”, sagt der Designer.

Ein tolles Konzept. Aber ob sich die Deckelhersteller die Butter vom Brot nehmen lassen?

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Spart Milliarden Plastikdeckel: Das Konzept Compleat

via FastCoDesign
 

Autor: krisendesign

Ich bin Birgit S. Bauer, Designerin, Journalistin, Webworker, Packaging Freak. Ich schreibe hier über Package Design, die Designer dahinter. Materialien, Farben, Kultur und Nachhaltigkeit von Verpackung.

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